Nach Jahren hat eine öffentlich-rechtliche Redaktion die Drehbücher eines Vierteilers aus der Schublade geholt und bereitet sie für die Produktion vor.
"Verlierer" ist ein TV-Quart-Movie über den Fußballwettskandal um Robert Hoyzer. Vier Filme erzählen von den gleichen Ereignissen, aber aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven.
GELD REGIERT DIE WELT heißt der erste Film. Erzählt wird die Geschichte dreier Brüder, von denen einer seine Kindheit im heutigen Bosnien Herzegowina verbracht hat, die anderen zumeist mit dem Vater in Deutschland gelebt haben. Fußball war ihr Leben. Erst selbst spielen, dann damit Geld verdienen. Denn sie kennen sich aus und wetten immer öfter mit beachtlichem Erfolg. Auf ihre Kenntnisse allein wollen sie sich aber nicht verlassen. Deshalb haben sie nachgeholfen und Teile ihrer Gewinne als Schmiergelder eingesetzt – immer öfter – immer mehr – international. Und dann sind plötzlich Millionen auf ihrem Konto.
DER TIEFE FALL ist die Geschichte eines einfachen Jungen aus Berlin, der wie viele seiner Altersgenossen fußballbegeistert ist. Zum Fußballstar reicht es nicht, aber er hat einen guten Blick, Spiele zu leiten. Er wird protegiert, erfolgreich und gut. Er ist nicht eine typische Schiedsrichterpersönlichkeit. Eine große Karriere könnte vor ihm liegen, aber das reicht nicht: Macht auf dem Platz, Anerkennung und noch mehr Geld fehlen. Das wird ihm bewusst, als er zur richtigen Zeit die richtigen Freunde trifft.
EXPLOSIV ODER DRITTE FRONT heißt der dritte Film. Wenn Spielverläufe Fragen aufwerfen, Spielergebnisse zu Spekulationen Anlass geben, reißen sich Journalisten um aktuelle und brisante Informationen und scheuen sich nicht vor falschen Versprechen, Manipulationen und sogar nicht vor dem Verstecken eines Täters. Nur die Angst vor der Mafia scheint Grenzen zu setzen.
AUSSER KONTROLLE soll der vierte Film heißen. Eigentlich sollte der DFB die Fäden in der Hand halten. Er verfügt über einen Kontrollausschuss. Doch dieser mitgliederstarke Verband scheint überfordert. Ein neuer Schiedsrichtertyp gut tut. Der muss protegiert werden. Und wie reagiert man intern, wie nach außen. Ehrliche Menschen und Karriereziele begegnen sich. Dieser Film blickt hinter die Kulissen und zeigt Hilflosigkeit und Grenzen.
Im Auftrag der Sender entstehen derzeit Spiel 5 "Vergangener Spaß" (Arbeitstitel), ein 6. und ein 7. Spie Der Protagonist Chris Stöbe bleibt weiterhin der Erzähler. Andere Figuren sind inzwischen unwichtig geworden, weitere kommen hinzu.
Anmerkungen vom Autor und der Produktionsleitung
Recherchen und Arbeit seit Ende 2005 setzten InSight Film in die Lage, im Oktober 2009 Drehbücher und Konzeptionen vorzulegen. Mitten in den Vorbereitungen für einen Trailer zu dieser Produktion platzten die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Bochum mit einem Skandal, der den Skandal aus 2005 in seinen Ausmaßen beiweitem übertrifft. Den meisten Sendern / Produktionsfirmen war der Stoff entweder zu "frisch" oder zu heikel; und man wollte davon Abstand nehmen. Seit 2022 wurde der Stoff mehrfach angefragt. Und nun wird es konkret...
| # | Role | Detail | View PDF |
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| 1 | Ralf Granzow * 1979 - Spielalter 16 - 19 Jahre | ein Berliner Straßenjunge ohne besondere Merkmale. Er ist Durchschnitt, wächst in bescheidenen Verhältnissen auf, will schon immer was Besseres sein. Er liebt Sport, ist mittelmäßig. Sein Vater war als Sportler kein Vorbild, aber Ralf geht auch in den Sportverein, trainiert Fußball – ist voll dabei, aber keine große Leuchte. Die erwünschte Karriere findet nicht statt. Bis er sich – eher zufällig – als Schiedsrichter verdingt. Da ist er gut, erfährt aber nicht nur Anerkennung. In seiner Schule wird er nur noch „Pfeife“ genannt. Sein gesamtes Auftreten ist in der Regel schüchtern, zurückhaltend. Nur auf dem Platz, wenn er pfeift, strahlt er eine Souveränität aus. Ralf Granzow spielt immer eine Rolle. Der Darsteller muß dennoch den wahren Ralf kennen und dann und wann auch zeigen. Ralf spielt (fast) immer eine Rolle. Er ist eitel, achtet auf sein Äußeres, sieht auch gut aus. Seine Probleme mit Thom liegen u.a. darin begründet, daß auch Thom sehr gut aussieht. Die Castingszene kann beliebig zusammengefaßt werden. Angeschnittene Spielpartner oder Ansprache aus dem Off sind möglich | View |
| 2 | Chris Stöbe, *1981, Spielalter ist zwischen 25 und 40 Jahre möglich | Stürmer beim Hamburger SV führt als Der Erzähler durch die Spiele, ist unparteiischer als die Unparteiischen, recherchiert, sortiert, berichtet und regt an. Er ist sehr fußballbegeistert und tritt an zur Ehrenrettung des Sports. | View |
| 3 | Branko Kalaniç, *1975 | in einem Dorf im Kosovo bei der Großmutter groß geworden. Schon als Kind wettet er – um Spiele im Schulsport, um Siege bei Streitigkeiten usw. Es gefällt ihm, die Wetten zu gewinnen. Bald lernt er, zu manipulieren, seinen Wettsieg zu sichern. Dafür wird er mit 17 Jahren verurteilt. Die Strafe soll treffen: Vier Jahre Haft. Bevor es aber zum Strafantritt kommt, ist Branko in Deutschland. Seine Brüder leben mit dem Vater schon seit Jahren dort. Er paßt in den Männerhaushalt. Ihm ist die familiäre Bindung durchaus wichtig. Er liebt seine Großmutter, wäre gerne dortgeblieben, aber die Strafe, die er dort antreten müßte, läßt ihm keine andere Wahl als die Flucht anzutreten. Die offizielle Begründung ist die Bindung zum Vater. Der wiederum will die Erziehung nun richtig in die Hand nehmen und Branko zu einem ordentlichen Menschen machen. | View |
| 4 | Tomislav (Thom) Kalaniç, *1984 - Spielalter 20 Jahre | Cousin von Branko. Ein sportlicher junger Mann, der in München Elektriker lernt und Schiedsrichter ist. Er ist in Deutschland geboren. Thom ist kein Star in der Branche wie Ralf, aber in München anerkannt und beliebt. Seine Cousins holen ihn von München nach Berlin, schleusen ihn in die Schiedsrichtergruppe bei Hertha ein. Da er – ähnlich wie Ralf recht gut aussieht, erlebt ihn Ralf als Konkurrent und mobbt ihn, wann immer das möglich ist. Seine Cousins erhoffen sich auswertbare Kontakte zu Schieds- und Linienrichtern. Da er sich in Berlin vielen Zwängen und der Konkurrenz Ralf ausgeliefert sieht, faßt er nicht wirklich tritt und kann es weder seinen Cousins recht machen, noch sich in der Schiedsrichtergruppe restlos integrieren. Er kann sich nicht positionieren, kann nicht nein sagen und ist mit den Folgen seines Tuns allein. Thom sieht seine Cousins nicht unbedingt als Vorbild, möchte ihnen aber gefallen. | View |
| 5 | Ulla Granzow, *1958 - Spielalter 33 - 45 Jahre | Mutter von Ralf, Krankenschwester und recht abgeklärt. Sie weiß zu schweigen, wenn sie ihrem betrunkenen Mann keine Nahrung für Ausbrüche gibt; und sie weiß sich durchzusetzen, ihren Stolz zu bewahren. Stolz ist sie auch auf ihren einzigen Sohn Ralf. Er soll es besser haben. Sie kennt ihren Sohn gut, kann Reaktionen voraussehen und oft Schlimmeres verhüten. Sie scheitert mit ihren immer wieder wiederholten Bemühungen, den Leistungsdruck ihres Mannes gegenüber Ralf abzufangen. Ihr Gefühl braucht nicht viel Zeit, gute und schlechte Einflüsse auf ihren Sohn zu erkennen. Meist liegt sie richtig. Das bereitet ihr späterhin große Sorgen. Sie ist keine glückliche Frau. Die Liebe zu ihrem Mann ist schon längst weg. Aber die Fassade stimmt noch. Daß sie neben und nicht mit ihrem Mann lebt, kann sie akzeptieren. Sie würde jetzt gerne anfangen zu leben. Ralf ist ja alt genug. Aber nicht ohne Grund ist sie davon überzeugt, daß sie auf Ralf aufpassen muß. Deshalb verzichtet sie auf gehoffte Lebensqualität, kann auch nicht abschalten. Sie fühlt sich in ihrer Haltung durch Stefanie unterstützt. | View |
| 6 | Stefan Schmidt * 1971 - Spielalter 35 - 50 Jahre | war früher aktiver Fußballer und hat auf Regionalliga-Ebene gespielt. Er war erfolgreich. 1999 hat er den Leistungssport aufgegeben und eine Existenz als Journalist aufgebaut. Er schreibt für Print-Medien, durch den Kontakt zu Hinz arbeitet er ab und zu auch für Funk und Fernsehen. Stefan Schmidt ist noch so sehr mit dem Sport verwachsen, daß seine Gefühle in seinen Gesprächen mit Ralf zwischen Wut, Traurigkeit und Ungläubigkeit schwanken. Stefan Schmidt ist ein guter Unterhalter und steht gerne im Mittelpunkt. Er wirkt nicht nur leicht arrogant, sondern er ist es auch. Für seine Karriere steckt er seine Gefühle gerne zurück, auch gegenüber Anderen. Deshalb hat er nicht nur Freunde. | View |
| 7 | Stefanie Hilgen * 1978 - Spielalter 23 - 26 Jahre | Stewardeß bei der Lufthansa, Freundin von Ralf. Sie haben sich auf einem Flug kennengelernt. Sie wirkt irgendwie wie ein Püppchen, ist reizend und anmutig. Stewardeß war ihr Traumberuf. Sie hat ihn sich erarbeitet, auch die Chance. Dabei wurde sie von ihren Eltern unterstützt, zu der sie eine enge Bindung hat. Stefanie bedient viele Klischees. Das ist oberflächlich. Sie reflektiert und erkennt Zusammenhänge, aber nur soweit es um Belange der alltäglichen Aufgaben und Probleme geht. Die Ereignisse um ihren Freund überfordern sie, vor allem als immer mehr Öffentlichkeit und auch Fremde das Leben bestimmen. Sie begehrt Ralf, will ihn nicht teilen. Aber zur Eifersuchtsausbrüchen kommt es nicht. Sie weiß, sie hat Ralf mit fortschreitendem Skandal verloren. Sie begreift die Zusammenhänge nicht, realisiert kaum den Kern des Skandals. Das ist keine intellektuelle Frage, sondern eine Frage der Verdrängung. Sie lässt da die Ereignisse nicht an sich ran, will sich da schützen. Trotzdem lässt sie lange nicht richtig los | View |
| 8 | Dr. Philipp Fünfiziger * 1948 - Spielalter 55 - 65 Jahre | hat sehr lange aktiv Fußball gespielt, ist heute etwas beleibt. Man sieht ihm den Sportler nicht an. Er ist Anzugträger, nur zu Hause bewegt er sich in einem alten Trainingsanzug, der schon bessere Zeiten gesehen hat. Er hat eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert, dann noch Jura studiert und promoviert. Schon während seiner aktiven Zeit als Fußballer hat er sich in organisatorischen und sportpolitischen Belangen orientiert. All das war und ist ehrlich und aus Begeisterung. Wenn er dann auch eine Karriere macht, die ihn schließlich zum Präsidenten des DFB aufsteigen läßt, war er nie ein Macht- und Postenjäger. | View |
| 9 | Freddy Bapf (20 - 24 Jahre) | Fußballspieler bei Hertha, der so spielt, wie ihn das Geld regiert. Er hat viele Schulden und eine kaufsüchtige Freundin. Freddy ist käuflich, läßt deshalb auch seine Mannschaft verlieren, aber er erfüllt nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Dazu ist er zu labil. Er neigt zu Kurzschlussreaktionen und kann oft die Tragweite seiner Worte nicht einschätzen. Sein Handeln ist unstrukturiert, oft spontan und unbedacht. Auch als Sportler leidet er unter gestörter Selbsteinschätzung. Seine wirtschaftliche Situation ist verantwortlich für Trainingsrückstände. Er gerät in einen teuflischen Kreislauf und läßt jede Chance aus, ihn zu durchbrechen. Da hilft auch nicht ein Brief an den DFB, in dem er auf Wettmanipulationen hinweist. Auf tragische Weise wird er ein lebendes Mahnmal, vorgeführt von Branco, Burim und Milan. | View |
| 10 | Brigitta Helwig *1978 | Staatsanwältin. Sie ist erst kurz im Beruf. Ihr wird die Ermittlung gegen die Wettpaten und den Skandalschiedsrichter übertragen. Das ist irgendwie eine politische Entscheidung. Sie ist damit überfordert, zumal sie von Fußball überhaupt nichts versteht und sie sich in den ersten Vernehmungen des Ralf Granzow von dem Beschuldigten erklären lassen muß, was sie ihm eigentlich vorwirft. | View |
| 11 | Karl Heinz Thüre *1960 | Rechtsanwalt, der es zu sehr viel gebracht hat. Er besitzt eine große Kanzlei und viele Immobilien, hat viel mit ausländischen Vertretungen zu tun und ist an interessanten Mandanten interessiert. Die Fälle der zahlungskräftigen Mandanten sind oft langweilig und nicht so medienwirksam. Allein sein Auftreten löst Respekt aus, man möchte ihn nicht zum Feind haben. Er hat lange, gepflegte, graue Haare, ist edel gekleidet mit edlen Assecoires. | View |
| 12 | MIlan Kalanic *1971 | ), Bruder von Branko, lebt seit seinem achten Lebensjahr, als 1979 seine Mutter bei der Geburt des Bruders Burim stirbt, allein mit seinem Vater und dem kleinen Bruder. Sein Vater arbeitet in einem jugoslawischen Restaurant. Das wird auch insofern Lebensmittelpunkt für Milan, als er hier versorgt wird und von der Chefin des Vaters ein bisschen wie ein Sohn behandelt wird. Mit seinem kleinen Bruder kann er wenig anfangen. Da ist kaum eine Beziehung – nicht aus Antipathie, sondern ein Achtjähriger kann wenig mit einem Baby, ein Sechzehnjähriger wenig mit einem Achtjährigen anfangen. An seinen vierjährigen Bruder Branko kann er sich kaum erinnern. Der Kontakt zur Heimat ist nie ganz abgerissen, aber die Teile der Familie haben unterschiedliches soziales Umfeld, unterschiedliche Lebensmittelpunkte. So ist eine enge Bindung nicht gegeben. Aber man erzählt sich und redet mit- und übereinander. Beide verbindet eine gewisse Leidenschaft zum Fußball. Branko spielt in Rosko Polje in einem Verein, Milan beim SD Croatia, später bei Tennis Borussia. Ein komplizierter Armbruch vereitelt die Chance auf eine professionelle Karriere. Milan macht eine Lehre als Elektriker, findet aber 1991 nach deren Abschluß keine Arbeit. Bald jobbt er als Automatenaufsteller. Noch immer interessiert er sich für Fußball, spielt Toto und kennt die deutsche Fußballmannschaft sehr gut. Für einige Jahre gehört er zum Vorstand des SD Croatia, hat gute Kontakte zu den angesagtesten Sportvereinen in Berlin und auch zu Sportlern anderer Disziplinen. 1995 erhält er in Berlin Gelegenheit, das Café Queen zu pachten. Sein Café bringt von Anfang an viel Geld, ist immer voll und wird schnell zu einem Treffpunkt vieler Sportler. | View |
| 13 | Burim Kalanic *1979 | Bruder von Milan und Branko, in Deutschland geboren. In vielem eifert er seinem älteren Bruder nach, zu dem er mit viel Respekt als großen Bruder aufschaut. Folglich spielt Sport und Fußball auch für Burim eine große Rolle. Aber wirklich anstrengen, für Erfolg trainieren, das ist nicht sein Ding. Burim erhält einen schwachen Hauptschulabschluß und jobbt, macht keine Ausbildung wie sein Bruder. Burim sieht gut aus und genießt das bei seinen Liebschaften, die aber alle bindungslos bleiben. 1969 geht er von der Schule ab, schläft bis mittags. Der Vater bietet ihm eine Mitarbeit im Imbiß. Das führt aber eher zu Aushilfen nach dem Lustprinzip. Da lässt er sich lieber bei seinem großen Bruder beschäftigen. Er kommt nachmittags ins Café und pflegt dort vor allem Kontakte. Sportwetten wie sein Bruder verfolgt er nicht. Das würde ja Kenntnisse voraussetzen, die zu erlangen Arbeit gleichkommt. Aber Spielen und damit Geld machen – dafür bietet Milans Café durchaus Raum. | View |
| 14 | Andreas Hauptmann *1950 | Inhaber des Wettbüros „Das goldene Loch“ in Berlin. Bis vor fünf Jahren war er Kneipenwirt, konnte die Forderungen der Brauerei nicht mehr erfüllen und hat sich vorgenommen, legal an das Geld anderer Leute kommen zu wollen – in großem Stil | View |
| 15 | Aleksander Kalanic *1952 | Vater von Branko, Milan und Burim. Er ist in den 1957 mit seinen Eltern als Gastarbeiter nach Berlin gekommen. 1969, nach dem Tod seines Vaters, ist er mit der Mutter zurück nach Jugoslawien gegangen, kehrt 1976 nach der Geburt seines zweiten Sohnes Branko zusammen mit seiner Frau und dem Erstgeborenen Milan nach Deutschland zurück und verdingt sich als Tellerwäscher. Branko bleibt in Rosko Polje bei den Großeltern. In Deutschland wird 1979 der dritte Sohn Burim geboren. Seine Frau stirbt bei der Geburt. Aleksander steigt vom Tellerwäscher zum Kellner auf. Er lebt mit Milan und Burim. Der Gastronomie bleibt er treu, eröffnet 1989 seinen eigenen Imbiß im Wedding. Gerne hätte er gesehen, daß eines seiner Kinder den Imbiß mit betreibt, aber Milan greift nach den Sternen und eröffnet ein eigenes Café. Burim hat seine Mädchen und Feten im Kopf und kommt nur zum Imbiß, wenn er Hunger hat oder Bares braucht. | View |
| 16 | Bierte Kalanic *1922 | Mutter von Aleksander. Sie und ihr Mann sind 1957 mit dem Sohn nach Berlin gekommen und haben es zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Nachdem ihr Mann 1969 gestorben ist, kehrt sie mit Aleksander zurück in die Heimat. Aleksander, der seine Kindheit und Jugend in Berlin verbrachte, ist mit dieser Entscheidung nicht glücklich. Aber die Gefühle ihres Sohnes interessieren sie nicht. Jetzt ist sie recht alt, aber sie nimmt am Leben teil und gehört nicht zu den ahnungslosen Dorfomas | View |
| 17 | Peter Granzow *1960 | Vater von Ralf, jobbt auf dem Bau, war erfolgloser Amateurspieler, stand später oft im Tor. Die Familie lebt bescheiden. Wenn Peter seine Kneipentouren unternimmt, wird das Familienbudget noch knapper. Er meint, Ralf könne mit der Schiedsrichterei noch mehr Geld verdienen, wenn er es richtig anfange. | View |
| 18 | Mark Siedler *1978 | Schiedsrichter bei der Schiedsrichtertruppe von Dynamo Dresden. Er hat eine typische Schiedsrichterkarriere durchlaufen und kann seine Karriere recht genau planen. Zudem ist er Fließenleger. | View |
| 19 | Wolfgaaang Hinz *1966 | ist Sportjournalist und bekannt für seine Spürnase und genauen Recherchen. Früher hat er für die Sportredaktion der Bildzeitung gearbeitet, seit 2003 arbeitet er als freier Journalist bei Funk und Fernsehen. Seine Beiträge sind sehr gefragt. Er gehört nicht zu der Kategorie Journalisten, die um sich schlagen und Existenzen vernichten. Aber er nimmt auch keine Rücksicht, wenn es um die Veröffentlichung seiner Rechercheergebnisse geht. | View |
| 20 | Klaus Blaschke *1971 | spielte in seiner Jugend bei Hertha BSC in der A-Jugend, war auch sonst ein leidenschaftlicher Sportler. Er wollte Sportreporter werden, aber seine Eltern haben ihn behutsam auf eine solide Beamtenlaufbahn eingestellt. So geht er nach dem Abitur auf die Polizeischule. 1992 heiratet er, 1994 wird seine Ehe geschieden. Er war immer mehr mit dem Beruf verheiratet als mit seiner Frau. Bei der Polizei macht er Karriere. Er ist im Einbruchsdezernat erfolgreich und bewirbt sich 2002 um eine ausgeschriebene Stelle beim Wirtschaftsdezernat. Er hat wenig Hoffnung, ältere Kollegen hätten Vorrang. Aber seine Bewerbung hat Erfolg. Seit 1.3. 2003 leitet er eine Betrugsabteilung beim LKA. | View |
| 21 | Karl-Heinz Thüre *1960 | Rechtsanwalt, der es zu sehr viel gebracht hat. Er besitzt eine große Kanzlei und viele Immobilien, hat viel mit ausländischen Vertretungen zu tun und ist an interessanten Mandanten interessiert. Die Fälle der zahlungskräftigen Mandanten sind oft langweilig und nicht so medienwirksam. Allein sein Auftreten löst Respekt aus, man möchte ihn nicht zum Feind haben. Er hat lange, gepflegte, graue Haare, ist edel gekleidet mit edlen Assecoires. | View |
| 22 | René Braun *1977 | Kriminalassistent. Er ist ehrgeizig, steht am Anfang seiner Karriere und teamfähig. Die Verzweiflung der Ulla Granzow zum Beispiel geht ihm nahe, aber seine Dienstverpflichtungen stehen für ihn immer im Mittelpunkt | View |
| 23 | Franz Gleiwitz *1978 | Mitarbeiter des DFB, war aktiver Fußballspieler in der Regionalliga 2, mußte wegen eines Bänderrisses seine Karriere stoppen und kann aufgrund guter Beziehungen in der Verwaltung des DFB unterkommen. Dort macht er schnell Karriere und gewinnt ein wenig an Einfluß. Ihn reizen neue Dinge, ist leichtgläubig und erkennt erst zu spät, welche Ausmaße sein Pakt mit Milan Kalaniç hat und welche Konsequenzen. | View |
| 24 | Verena Bierschenck (Kriminalassistentin) Sybille Schneider *1980 (Sekretärin beim DFB), Waltraut Meßner *1957 (Mitarbeiterin Oddet), Monika Walter (Schiedsrichterin), Frank Kempe (Schiedsrichterbetreuer), Wolfgang Hollenbeck (vom DFB Kontrollausschuß), Bernd Casten (Generalstaatsanwalt, kurz vor der Pensionierung), Dr. Ludwig Ell (Chefjustitiar beim DFB), | kleinere Rollen, die gut gestaltet werden müssen | View |
| 25 | Kellner (1960) im 12 Apostel Sportreporter Schiedsrichterbetreuer Kassel Schiedsrichterbetreuer Paderborn Paul Dietrich, Schiedsrichterbeobachter Redakteur HNA Krankenschwester Ingo Schmidt (1994) Nicole Schmidt (1991) Heinz (Sportjournalist), älter, dickbäuchig, selbstzufrieden Schulz, Trainer Grit, Boulevardtalkmeisterin Auf-den-Punkt-Moderatorin Richter Bundesanwalt Peter Dunkel Nina, eine Prostituierte Daniela, eine Prostituierte, Gäste im Café Queen Tresenkraft und Bedienung im Café Queen Fußballspieler (zwischen 19 und 30 Jahren, verschiedene Nationalität • Frank Wall (1985), Spieler in Paderborn • Trainingspartner in Rostock • Spieler von Dynamo Dresden • Spieler vom Chemnitzer FC • Kai Klinger, Mannschaftskamerad des Stefan Schmidt* in Rostock Kneipengäste • 1. Gast im Café Queen • 2. Gast im Café Queen Trainer in Rostock, Berlin und anderswo Angehörige der Spieler • Vater Die Schiedsrichtergruppe von Hertha BSC 2004/2005, insbesondere • LinienrichterInnen Schiedsrichterbetreuer 1 - 3 Spieler von Alba Berlin zwischen 25 und 35 Jahren Polizisten in Rosko-Polje Polizeibeamte in zivil und in Uniform Fahrgäste in Zügen Direktor (Realschule) Grenzbeamte aus Bosnien Herzegowina Schüler 6. Klasse • Mitschüler 1 • Mitschüler 2 • Mitschüler 3 Schüler 9. Klasse Realschule Mathematiklehrer Trainer Rahimi Lehrgangsteilnehmer Fußballfans • zwei Vierzehnjährige Kinder und Jugendliche auf Bolzplätzen Fotograf Begleitdamen Zwei Herren vom Staatsschutz Sportreporter1, 2, zum Teil nur off Taxifahrer Restaurantgäste • in 12 Apostel Tag 1 • in 12 Apostel Tag 2 • Beim Treffen Hinz mit Freundin • Freundin Hinz Barkeeper Blonde Frau in Ralfs Hotelbett Kneipengäste Kellner Page Pförtner im Gefängnis Karin, eine Schuldnerin Bediente der Kanzlei Thüre • HelferInnen • Sekretärin • Bernd Hertz • Chauffeur • Bodyguards Anrufer Mao, Inhaber des Salatgarten Funktionäre, Damen und Herren in guter Kleidung, Daniel Nelle von der staatlichen Lotteriegesellschaft Oddset, Vorgesetzter von Meßmer Journalist Fotograf RedaktionsmitarbeiterInnen TV-Team mit • Kameramann • Techniker • Tontechniker • Visagistin TV-Team 2 in Essen • Kameramann • Techniker • Tontechniker • Visagistin Sportchef Sat 1 Redakteur WDR 2 | Kleindarstellerrollen und Komparsen | View |